Deutschlandtreffen 2017

Es hört nicht auf! Wieder eine Fatima-Prozession zu Ehren der Gottesmutter mit ca. 350 Teilnehmern; diesmal durch die Straßen Freiburgs. Nur war die Besonderheit hier wahrscheinlich, dass der Prozentsatz an jungen Gesichtern relativ hoch war, denn einen Großteil der Teilnehmer machten die 230 KJBler aus, die zum Deutschlandtreffen 2017 angereist waren.
Genau, das Deutschlandtreffen der KJB mit vielen, abwechslungsreichen Programmpunkten, das wohl keinen langweilen konnte. Die drei Vorträge die auf Samstag und Sonntag verteilt waren, ließen nicht nur Theoretiker aufhorchen. Mit dem Thema Freundschaft brachte uns als Erstes unser KJB-Priester Pater Reiser zum Nachdenken. Freunde hat doch jeder… aber sind das auch wirklich solche, mit denen man eine gute, gottgewollte Freundschaft pflegt? Welche Arten der Liebe gibt es eigentlich und welche Vorbilder können wir in der hl. Schrift finden? Pater Reiser ließ keine Fragen offen und wies auch noch mal auf den dazu passenden Artikel von Pater Pfluger aus dem DGW 3/2016 hin.
Was als nächstes kam, ließ sicher keinen unberührt. Thorsten Hartung, ein verurteilter Mörder, war aus Sachsen angereist, um seine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Aber die Dramatik seines Lebens endet nicht mit einem kaltblütigen Mord, nachdem er eine traurige Kindheit durchleben musste, die geprägt  war von Gewalttätigkeit, und dem Wunsch beachtet und geliebt zu werden. Seine Verbrecherkarriere als Autoschieber führt ihn mit einer fast zufälligen Verhaftung ins Gefängnis und dort passiert es: Er lernt Gott kennen und macht eine tiefe Bekehrung durch, die ihn vom Mörder zum Menschenretter macht. Nicht nur der Vortrag, sondern auch die vielen guten Gespräche, welche die Jugendlichen an diesem Wochenende mit Torsten führten, bereicherten das Treffen wirklich.
Natürlich durfte in diesem Jahr auch der Aufruf zu einer lebendigen Marienverehrung nicht fehlen. In den Philippinen geschieht etwas, was für einen ‚aufgeklärten Normalo‘ und Massenmedienkonsument unvorstellbar ist: Eine Gruppe von Katholiken pilgert mit der Muttergottesstatue über 2.000 km quer durchs Land; über eine Million Wundertätige Medaillen und unzählige Flugzettel wurden schon verteilt; viele Menschen freuen sich, empfangen Maria und die Wallfahrer, es werden Messen gelesen, Vorträge gehalten, Skapuliere aufgelegt; ganze Schulen, Institutionen, Dörfer und Städte weihen sich dem Unbefleckten Herzen! Wer kann das alles besser erzählen als der Distriktobere Asiens und MI-Director Pater Stehlin? Die Dringlichkeit sich der Muttergottes zu weihen, dies auch täglich aufs Neue zu bekräftigen und unter ihrem Banner zu kämpfen, kam in seinem lebhaften Vortrag deutlich rüber. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass dann viele im Anschluss der Militia Immaculata beitraten.
3.000 Medaillen wurden übrigens auch bei dieser Gelegenheit in der Stadt „des Waldes, des Weins und der Gotik“ durch die KJBler verteilt, die außerdem einen Bücherstand aufgestellt hatten und einige Info-Flyer über Fatima unter die Leute brachten. Ein beeindruckendes Zeugnis für unseren Glauben!
Danke an alle, die mitgemacht, mitgedacht, mitgelacht haben,… einfach an alle, die da waren!