Gründung

Die Gründung der Katholischen Jugendbewegung

Die Katholische Jugendbewegung wurde am 6. Januar 1977 durch H.H. Pater Schmidberger in seiner damaligen Eigenschaft als Oberer des deutschen Distriktes der Priesterbruderschaft St. Pius X. in St. Pelagiberg ins Leben gerufen. Nachfolgend einige Auszüge aus seinem Vortrag auf dem Gründungstreffen.

„Wir leben heute in einer Zeit des gesellschaftlichen und sittlichen Niedergangs (Glaubenskrise, Autoritätsverlust in Kirche und Staat, Egoismus, Sexismus). Als Antwort auf diesen Niedergang müssen wir positiv aufbauen, und zwar nicht etwas von Grund auf Neues, sondern wir müssen die alten Werte wieder entdecken.

Wir wollen für das Königtum Jesu Christi kämpfen, d.h. wir wollen Sein soziales Königtum in dieser Welt, zunächst einmal in uns selber, dann in unserem nächsten Bereich und dann schließlich und endlich in der ganzen Gesellschaft ausdehnen.

Dazu müssen wir uns zunächst ein neues Denken im Geiste Jesu Christi zulegen. Wir müssen uns zunächst einmal uns selbst ändern und uns selbst klar werden, was wir wollen, wie wir arbeiten wollen und uns dann hingeben für diese Arbeit. Wir wollen arbeiten als neue Menschen, die den alten Menschen ausgezogen und den neuen Menschen angezogen haben.

Das Mittel dazu – das A und O – sind die ignatianischen Exerzitien. Wenn man etwas gibt, muss man an die Quelle zurückgehen, letzten Endes zu Jesus Christus. Man muss immer danach streben, den übernatürlichen Geist in noch reinerer Form aufzunehmen.

Unser Hintergrund muss ebenso das Gebet, der übernatürliche Geist und die Teilhabe an den Sakramenten sein, d.h. die Verehrung und die Liebe zur Hl. Messe, zum Opfer Jesu Christi, die Verehrung für den hl. Geist, die Verehrung der allerseligsten Jungfrau Maria, die Verehrung der Heiligen.

Wir müssen fühlen, empfinden und denken mit der Kirche („sentire cum ecclesiae“). Der kirchliche, katholische Geist ist heute besonders gefordert. Dieser Geist ist kein anderer, als der Geist Jesu Christi, denn die Kirche ist nichts anderes als der sichtbar fortlebende und Gnaden ausspendende Christus.

Man muss dann in seiner Umgebung wirken und sie dazu anhalten, dass sie ihren Glauben bewahrt. Man muss die 7 Werke der leiblichen und geistigen Barmherzigkeit ausüben. In der heutigen Zeit müssen vor allem die Irrenden zurechtgewiesen werden. Man muss den Glauben verteidigen, wo auch immer, sei es gelegen oder ungelegen. Wir müssen missionarisch wirken. Wir haben nichts zu verlieren, da wir die Wahrheit und das Recht auf unserer Seite haben. Es muss dazu bei uns ein Geist der Furchtlosigkeit und des Mutes herrschen.

Wir müssen arbeiten für das soziale Königtum Jesu Christi, damit der Herr immer und überall regiere, ob das in den Schulen ist, ob das in den Vereinen ist, ob das in den Betrieben ist, selbstverständlich in der Kirche, oder dann schließlich im ganzen Staat und in der ganzen Gesellschaft. Was zunächst einmal dafür von uns gefordert ist, das ist die Weiterbildung auf religiösem Gebiet, d.h. jedermann muss genau seinen Katechismus kennen. Als Grundlage soll der deutsche Einheitskatechismus dienen.

Jedermann von uns sollte auch die Enzyklika „QUAS PRIMAS“ von Pius XI. gelesen haben, die das soziale Königtum Jesu Christi beinhaltet und das Christkönigsfest eingesetzt hat.

Ein zweites empfehlenswertes Buch ist ohne Zweifel: „Jesus der König“ (von R.M.) Das ist im Wesentlichen nichts anderes als eine Interpretation und eine Anwendung der Enzyklika „QUAS PRIMAS“. Das Wesentliche, auf das es mir ankommt, dass wenn einmal das geistige Fundament geschaffen ist, dass man dann apostolisch, missionarisch wirkt.“

Pater Schmidberger zitiert am Ende des Vortrags aus der Enzyklika „QUAS PRIMAS“ von Pius XI.:“Möchten doch die vergesslichen Menschen alle sich erinnern, was wir unserem Erlöser gekostet haben!“ Nicht mit vergänglichem Gold und Silber seid Ihr erlöst, sondern mit dem kostbaren Blute Christi, aus eines unbefleckten und makellosen Lammes. Wir gehören somit nicht mehr uns selber an, da Christus uns um einen hohen Preis erkauft hat. Selbst unsere Leiber sind Glieder Christi. – „Wenn wir aber Christus gehören, muss er auch über uns herrschen!“