Gründungsvortrag der KJB – Letzter und sechster Teil

Schmidberger-Franz6Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 und Teil 5 findest Du hier.

Die Ziele einer solchen Gruppe sind zu aller erst die Ehre Gottes, denn Gott hat uns geschaffen zu seiner eigenen Ehre, er hat uns berufen, dass wir eben für diese seine Ehre arbeiten.

Also, wir müssen arbeiten, zu aller erst zur Ehre Gottes und selbst, wenn wir überhaupt nichts ausrichten in unserem Apostolat, so wollen wir doch wenigstens arbeiten zur Ehre Gottes. Bereits dafür lohnt es sich zu arbeiten, zu opfern usw.

Dann müssen wir arbeiten für das soziale Königtum Jesu Christi, damit der Herr immer und überall regiere, ob das in den Schulen ist, oder das in den Vereinen ist, ob das in den Betrieben ist, selbstverständlich in der Kirche, oder dann schliesslich im ganzen Staat und in der ganzen Gesellschaft.

Schliesslich und endlich müssen wir diese Arbeit verrichten, zum Heil unserer eigenen Seele, denn Gott hat uns Talente gegeben – Merken Sie sich das eine Gleichnis von den Talenten, denken Sie an den, der sein Talent vergraben hat, er hatte nur eines bekommen, aber er hat es begraben und es ist ihm schlecht ergangen! Diese Parabel gilt auch für uns. Wir können unsere Seele nicht retten, wenn wir nicht mit unseren Talenten buchhalten. Der Herr wird uns zur Rechenschaft rufen und er wird uns fragen, was hast du mit deinen Talenten gemacht? Du hättest dich doch engagieren können, du hättest doch wirken können, du hättest doch Jugendliche, die in der gleichen Situation stehen, ihnen den Glauben erhalten können, du hättest sie für das ewige Leben retten können. Was hast du gemacht?

Wir wollen also arbeiten für den katholischen Glauben, zum Ruhm und zur Ehre der Kirche und für das ganze christliche Abendland, für die christliche Zivilisation, für die christliche Kultur. Soviel wollte ich Ihnen sagen.

Ich lese Ihnen jetzt einige Passagen aus der Enzyklika „Quas Primas“ von Pius XI. vor:

«Aus dieser allgemeinen Lehre der hl. Schrift…

[der Papst stellt zunächst dar, wie das Christkönigtum bereits im Alten Testament angedeutet ist und bezeugt. Er bringt dann Zeugnisse vom Neuen Testament und er geht über zum Zeugnis der Liturgie]

Aus dieser allgemeinen Lehre der hl. Schrift ergibt sich folgerichtig, dass die katholische Kirche als das Reich Christi auf Erden, das sich auf alle Menschen und auf alle Länder ausdehnen soll, die Aufgabe hat, Ihren Urheber und Stifter als König und Herrn und König der Könige unter vielfachen Formen der Verehrung im jährlichen Kreislauf der Liturgie zu begrüssen. Sie gebraucht diese Ehrenbezeugungen, die in schöner Mannigfaltigkeit der Worte den selben Ausdruck bringen, wie einst in der alten Psalmodie und in den ehrwürdigen Sakramentarien, so auch heute in den öffentlichen Gebeten des Offiziums, die sie der göttlichen Majestät täglich darbringen und bei der Opferung der unbefleckten Hostie. In diesem ewigen Lob auf Christus, den König, wird man leicht auch den schönen Einklang zwischen unseren und den östlichen Riten gewahr, so dass auch hier das Wort gilt: „das Gesetz des Betens bestimmt das Gesetzt des Glaubens.

Worauf nun die Würde und die Macht unseres Herrn gegründet, das zeigt treffend Cyrillus von Alexandrien: `Christus besitzt die Herrschaft über alle Geschöpfe. Nicht in Folge gewaltsamer Aneignung, nicht aus fremder Hand, sondern auf Grund seines Wesens und seiner Natur.` Seine Herrschaft ergibt sich also aus jener wunderbaren Einheit, die man hypostatisch nennt.

Daraus folgt, dass Christus nicht nur von den Engeln und Menschen als Gott die Anbetung gebührt, sondern dass ihm als Mensch, die Engel und Menschen unterwürfig und gehorsam sein müssen, dass Christus also schon in Folge der hypostatischen Einheit die Macht über alle Geschöpfe besitzt.

Aber was könnte man freudigeres und süsseres denken, als dass Christus nicht bloss Kraft seines erworbenen Rechtes über uns herrscht, d.h. Kraft seines Erlöserrechts.

Möchten doch die vergesslichen Menschen alle sich erinnern, was wir unserem Erlöser gekostet haben! Nicht mit vergänglichem Gold und Silber seid Ihr erlöst, sondern mit dem kostbaren Blute Christi, als eines unbefleckten und makellosen Lammes.

Wir gehören somit nicht mehr uns selber an, da Christus uns um einen hohen Preis erkauft hat. Selbst unsere Leiber sind Glieder Christi.“

Der Papst stellt dann die soziale Bedeutung dar, die Effekte, die dieses Königtum hat, wenn es anerkannt wird, d.h., es wird Friede sein, es wird wahrer Wohlstand herrschen. Das Recht wird auf Erden zu seinem Zuge kommen und, wenn Jesus Christus auf Erden wirklich herrschen würde, dann wäre die Welt in gewissem Sinn ein Paradies und dieses Paradies werden wir nie vollkommen herstellen, aber wir sind dazu berufen, dafür zu arbeiten.

–Damit will ich schliessen –

Schmidberger-Franz5