Gruppenbrief der KJB-Wil im April

Liebe KJBler

Schon wieder sind die Monate wie im Flug vergangen, und ich darf euch den nächsten KJB-Brief schreiben. Soeben war wieder einmal Weisser Sonntag und an diesem Tag durften erneut viele Kinder den Heiland zum ersten Mal in der Gestalt der hl. Kommunion empfangen.

Die selige Imelda konnte es kaum erwarten, den Heiland in der heiligsten Eucharistie zu empfangen. Sie sagte einmal:

 „Ich kann gar nicht verstehen, dass man noch leben kann, wenn der Heiland zu einem gekommen ist. Ich glaube, wenn er zu mir kommt, werde ich vor lauter Freude und Glück sterben!“

Der Heiland kam dann auf wunderbare Weise zur Imelda und dieses heilige Kind verstarb, als sie den Heiland zum ersten Mal empfangen durfte.

Die KJB-Priester aus Deutschland, Schweiz und ÖsterreichWie gross ist unser Sehnen nach Jesus im Allerheiligsten Altarssakrament? Wie gut haben wir uns damals auf den Tag unserer ersten heiligen Kommunion vorbereitet? Wir sind in den Erstkommunionunterricht gegangen, durften zum ersten Mal zur heiligen Beichte gehen und freuten uns sehr auf diesen grossen Tag. Und heute? Gehen wir immer noch mit dem gleichen Verlangen und der gleichen Sehnsucht zum Tisch des Herrn? Denken wir daran, dass wir jedes Mal, wenn wir kommunizieren, den Herrn in seiner ganzen Gegenwart empfangen und in uns aufnehmen und dass er uns auf wundersame Weise nährt?

Der Heiland hat uns diese Nahrung selber im Abendmahlssaal gegeben. Jesus nahm das Brot, sprach ein Dankgebet und gab es den Jüngern mit den Worten: „Nehmet und esset davon. Das ist mein Leib.“ In gleicher Weise tat er dies auch mit dem Kelch. Zum Schluss fügte er noch hinzu: „Tut dies zu meinem Andenken.“ Also kommt die Aufforderung, ihn zu empfangen, von unserem Herrn selber. An einer anderen Stelle fügte er hinzu: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage.“ Jesus gibt uns also selber die Garantie, dass wer kommuniziert, immer näher zu ihm hinkommt, um eines Tages ewig bei ihm zu bleiben.

Der Katechismus lehrt uns auch, dass der Empfang der heiligen Kommunion

  1. die heiligmachende Gnade in uns vermehrt,
  2. die bösen Neigungen in uns schwächt und den guten Willen stärkt,
  3. uns den Himmel sicherer macht und die Auferstehung herrlicher.

Die heilige Kommunion sollte also bewirken, dass wir dem Heiland immer näherkommen. Dies passt wiederum dem Teufel nicht und er möchte uns davon abhalten, oft zu kommunizieren. Lassen wir uns aber von ihm nicht abhalten. Manchmal haben wir vielleicht auch eine übertriebene Sorge um eine fühlbare Andacht und gehen darum nicht kommunizieren. Auch wenn wir vielleicht oft abgelenkt sind und befürchten, dass unsere Kommunionen oft zu wünschen übriglassen, sollte uns das nicht abhalten, die heilige Kommunion möglichst oft zu empfangen. Gewiss müssen wir versuchen, uns so gut wie nur möglich vorzubereiten. Da aber der liebe Gott weiss, dass wir schwach sind, wird er uns die nötigen Gnaden geben, ihn würdig zu empfangen, wenn wir ihn darum bitten!

Und doch darf die heilige Kommunion nicht einfach zur Gewohnheit werden. Dann ist nämlich die Gefahr gross, dass wir unvorbereitet oder mit mangelnder Ehrfurcht die heilige Kommunion empfangen.

Versuchen wir also, jedes Mal mit einem so grossen Verlangen zum Tische des Herrn zu gehen, wie es damals die heilige Imelda getan hat.

Im Gebet verbunden

Andrea