Gruppenbrief der KJB-Wil im Dezember

Liebe KJB’ler

Wir stehen schon wieder ganz am Anfang des neuen Kirchenjahres im Advent. Und wir sollen oder müssen uns fragen: Was möchte ich dieses Jahr dem Jesuskind an die Krippe mitbringen? Jeder kann sich sicher noch an seine eigene Kindheit erinnern. Bestimmt dürfte euch die eine oder die andere Vorbereitung bekannt sein. Mancher durfte für jedes Opfer dem Jesuskind einen Strohhalm in die Krippe legen. Oder hat die Geschichte vom Hirtenjungen gehört. Der vor der Krippe steht und nichts als sein Herz mitbringt. Diese Geschichten sollten uns auf die Weihnachtszeit einstimmen. Und uns helfen, mit der richtigen Gesinnung, uns auf dieses grosse Fest der Menschwerdung vorzubereiten. Diese Geschichte mit dem Hirtenjungen ist ein sehr schönes Bild, denn was können wir mehr schenken als unsere ganze Liebe zum Heiland?
Wir hatten dieses Jahr ja die Losung „Siehe da, deine Mutter!“(Joh 19,27). Jesus schenkt am Kreuz uns sein Liebstes hier auf Erden, seine Mutter! Diese Mutter schenkt uns in dieser hl. Nacht ihren Sohn. Diese Liebe zu uns Menschen lässt Jesus und seine Mutter uns das Liebste schenken, was sie auf dieser Welt besitzen.
Dieses Vorbild sollte uns motivieren. Geben wir ab und zu einem Mitmenschen ein liebes Wort, ein Lob, seien wir grosszügig! Mit Kritik gehen wir ja leider nur allzu oft verschwenderisch um. Wir sollen ein Licht sein in der Finsternis! „Seid das Licht der Welt“ (Mt. 5,14). Wenn man die Welt so betrachtet, könnte man schnell in Pessimismus verfallen. Die Welt sinkt leider immer mehr in Finsternis. Darum ist es wichtig, dass wir leuchten und Freude bringen, wahre Freude, in unsere Familien und unsere KJB-Gruppe und unser Priorat. Es kann nicht sein, dass zur Zeit der ersten Christen die Heiden sagten: „Seht, wie sie einander lieben.“ Und bei uns sieht man nur finstere Gesichter. Es wäre schön, wenn ihr euch das für diesen Advent vornehmen würdet. Ich möchte euch nichts vorschreiben, aber ein Lächeln für euren Nächsten und ein nettes Wort kommt ja letztendlich euch selbst zugute. Eine gnadenreiche Advents- und Weihnachtszeit.

Eure Michaela