Gruppenbrief der KJB-Wil im Februar

Liebe KJB-ler

Habt Ihr auch schon mal Gartenarbeit verrichtet? Wenn ja, kennt Ihr sicher das nervige Grünzeug das man auch Unkraut nennt. Man kann es ausreissen und alles schaut gut aus, bis man nach wenigen Tagen das Gewächs wieder erkennen kann. Was soll man jetzt tun? Wieder ausreissen oder soll man aufgeben und einen ungepflegten Garten besitzen? Auch wenn es mühsam ist, muss man es wieder ausreissen, wenn man es ordentlich und gemütlich haben möchte.  Das nächste Mal sollte man es vielleicht mit etwas mehr Sorgfalt und Geduld angehen, um auch wirklich die Wurzeln zu erreichen. Oh je. So viel Anstrengung und nach ein paar Tagen/Monaten wieder das gleiche Ergebnis. Dieses Mal wuchsen zum Glück nicht gar alle wieder nach, jedoch zu viel, um es einfach sein zu lassen.

Du darfst jedoch nicht aufgeben. Um deine Arbeit noch ein wenig zu erleichtern, ist es natürlich auch erlaubt, zusätzlich ein Unkrautvertilgungsmittel einzusetzen.

Unser Leben besitzt viel Unkraut. Immer und immer wieder versuchen wir unser Unkraut, die schlechten Neigungen bzw. unsere Sünden loszuwerden, jedoch meistens mit einem nicht allzu lang anhaltenden Erfolg. Genauso wie in der Natur müssen auch wir unser geistiges Übel ausreissen und danach sofort verbrennen, damit es keine Wurzeln mehr schlagen kann. Das beste Gift für unser seelisches Unkraut ist auf jeden Fall die Heilige Beichte. Doch was nützt es wenn das Unkraut durch das «Gift» lahmgelegt wird, jedoch nicht ausgerissen wird? Das Gewächs ist abgestorben, jedoch immer noch in der Erde verwurzelt. Wir müssen nicht nur das Unkrautvertilgungsmittel, die hl. Beichte, darüber giessen und hoffen, es sei damit getan, sondern erst dann fängt die Arbeit an: Wir müssen das Unkraut an den Wurzeln packen und vertilgen, auch wenn die harte Erde unüberwindlich scheint. Unser armseliges menschliches Ich wird sich sicherlich dagegen sträuben, doch wir müssen dagegen kämpfen und das Unkraut loswerden. Wem gefällt schon ein Garten der mit Unkraut übersät ist? Ein solcher Garten kann niemals Früchte bringen, wie man es auch im Gleichnis aus der Hl. Schrift nachlesen kann.

Es ist ein harter Weg. Doch die Liebe und Barmherzigkeit Gottes wird uns immer begleiten. Vertrauen wir auf Ihn. Wenn du dir nach der hl. Beichte vorgenommen hast, ein besserer Mensch zu werden, dann beginne an einer spezifischen Sache, so wie du an einem bestimmten Ort beginnst, das Unkraut aus deinem Garten zu reissen.

Die hl. Beichte ist nicht nur das Sakrament der Vergebung und Barmherzigkeit, sondern auch eine kraftspendende Quelle, um das nächste Stück in Angriff zu nehmen und dort wieder mir viel Elan und Vertrauen deinen Garten um ein Stück schöner aussehen zu lassen.

Geben wir nie auf im Kampf gegen unseren Feind. Wir werden siegen, solange wir auf Gott vertrauen und unser Bestes geben. Wir werden siegen, solange wir kämpfen.

Von ganzem Herzen wünsche ich Euch viel Kraft und Ausdauer, um Euch Zeit für unseren Glauben zu nehmen. Wer die Welt retten will, beginne jeden Tag mit dem Menschen, den er am Morgen im Spiegel sieht.

Vergesst auch nicht, unsere liebe Muttergottes um Hilfe anzuflehen. Sie wird Euch nicht enttäuschen.

Und zum Schluss noch eine ganz kurze Werbung, für die Umsetzung unserer Jahreslosung, das Buch, «Die Aufrufe der Botschaft von Fatima» von Schwester Lucia, zu lesen.

327 Seiten. Jeden Tag nur eine bis zwei Seiten, was ist das schon?

Oder wer es lieber in grösseren Stücken erledigen möchte, kann einfach den Lese Tipp, ca. 3 Kapitel pro Monat, bei den monatlichen Rundbriefen beachten, und schon ist man durch mit Lesen.

Und denkt immer daran was Pater Maret beim Dreikönigstreffen betont hat: Das Buch beinhaltet sogar Bilder! 😉

Es grüsst Euch herzlich,

Anna