Gruppenbrief der KJB-Wil im Januar

Liebe KJB-ler

Von ganzem Herzen wünsche ich Euch allen ein gesegnetes neues Jahr. Mögen wir in diesem Jahr zusammen mit der KJB an Heiligkeit wachsen. Ich denke, wir haben dieses Jahr gute Voraussetzungen, denn es gab viele Veränderungen in der KJB. Wir erhielten einen neuen Gruppenleiter, einen neuen für die KJB Schweiz zuständigen Priester, einige Mitglieder sind gegangen, neue dazugekommen. Veränderungen, welche dazu führen, dass die Rahmenbedingungen sich leicht verschieben. Gewisse Punkte werden besser und andere wird man vermissen. Vor allem erkennt man dann auch wieder vermehrt seine eigene Rolle im Ganzen. Einige werden vermehrt gefordert mitzuhelfen oder aber verlieren einen wichtigen Bezugspunkt. Einige mögen diese Veränderungen mehr mitbekommen, andere weniger.

Wie auch immer, es bietet eine gute Gelegenheit sich selbst zu hinterfragen. Sich die Frage zu stellen: Wie sehe ich meine Beteiligung an der KJB, wie würden es andere beurteilen? Hierbei sollen wir uns nicht gleich Vorwürfe machen, was wir alles besser hätten tun sollen, sondern vor allem das Ganze aus der Sicht der christlichen Nächstenliebe betrachten. Wo wären meine Talente gut eingesetzt, wo könnte ich der Gruppe oder dem Einzelnen mehr Unterstützung anbieten? Wie könnte ich also Jesus die Liebe, die er zu uns hat, zurückgeben, indem ich dem Nächsten Gutes tue?

Ich weiss, solche Fragen fallen einem manchmal schwer zu beantworten. Gerade dann, wenn man bemerkt, dass noch einiges an Verbesserungspotential vorhanden wäre. Es fallen einem meist viele Ausreden ein, um das Thema zu umgehen. Wie, die KJB ist ja nicht mein ganzes Leben, es gibt noch viele andere Punkte, die mir wichtiger sind, usw. Ich könnte also diese Fragen lesen, eingestehen, dass das Thema mich betreffen könnte, aber ja…vielleicht ein anders Mal…

Nun, ich denke, diese Fragen musst du auch nicht auf der Stelle beantworten, sondern sie sollen dich während dem ganzen Tag begleiten. Denn die KJB ist wirklich nicht dein ganzes Leben. Auch in unserem alltäglichen Leben haben wir immer wieder die Möglichkeit unsere Nächstenliebe zu üben. Aber gerade in der KJB haben wir viele Chancen, um diese Punkte zu üben. Gerade wenn es darum geht vor anderen hinzustehen und über uns hinauszuwachsen. Etwas tun, was man sich sonst nicht zutrauen würde. Denn niemand wird es dir übelnehmen, wenn etwas nicht perfekt rüberkommt.

Wir durften gerade in der letzten Gruppenstunde erleben, wie einfach man eine interessante Stunde gestalten könnte. Gerade solche Abwechslungen in den Gruppenstunden können unsere Gemeinschaft stärken. Wenn du also eine Idee für die Gruppe hast, dann lass diese nicht verloren gehen, sondern schlage sie vor. Du kannst sie einfach weiterleiten oder aber auch selbst durchführen. Vielleicht machst du es mit jemandem zusammen. Wichtig ist nur: hilf mit!

Somit möchte ich diesen Brief beenden und möchte mit den letzten Zeilen vom Buch, Worte des Lebens von Columba Marmion S. 43, etwas zum Nachdenken mitgeben. Mögen wir uns immer wieder im Gebet vereinen und für unser Seelenheil beten.
columba-marmion„Je älter ich werde, desto mehr sehe ich ein, dass dieses Leben nur ein Vorübergang, eine kurze Erscheinung bedeutet. Das Leben ist eine Prüfung, die der Ewigkeit vorangeht, eine Sühnezeit, eine Teilnahme am Leiden Christi. Gott ist so gut, dass er in diesen Kelch einige Tröpflein Freuden gießt, um das Leben erträglich zu machen, er gestattet, ja will manchmal, dass wir sie annehmen. Was er jedoch nicht will, ist, dass wir in deren Genüsse aufgehen, denn dann läuft man Gefahr, Gott zu verlassen und sich dem Geschöpfe preiszugeben. Die verschiedenen so harten Prüfungen, die über Sie kamen, waren Weisungen Ihres himmlischen Vaters, um Sie von dem Irdischen loszulösen.“
„Je mehr ich mich den ‚ewigen Hügeln‘ nahe, desto mehr sehe ich ein, dass unser Leben hienieden nur ein Übergang, eine Prüfung ist, und dass alle, die mit Jesus vereint sind, die Anteilnahme an seinem Kreuze zu erwarten haben. Dieses Kreuz, so wie es sich gerade bietet, mit Liebe umfangen, darin besteht die wahre Heiligkeit. Es ist sehr gefährlich, sich dem göttlichen Plane entziehen zu wollen. Überlassen Sie sich und all Ihre Belange der Güte des himmlischen Vaters. Er wird schon alles zum Besten lenken, dessen bin ich sicher.“ „Das Leben ist ernst, denn es erstreckt sich bis in die Ewigkeit.“

Mit herzlichen Grüssen
Fabian