Gruppenbrief der KJB-Wil im November

Liebe KJB`ler,

Begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise ins Jahr 1927 nach Mexiko. In diesem Land ist soeben ein neuer Präsident an die Macht gelangt. Er erlässt Gesetze gegen die Katholische Kirche. Hl. Messen dürfen nicht mehr gelesen und die Sakramente nicht mehr gespendet werden. Priester dürfen nicht mehr die geistlichen Gewänder tragen und vieles weitere. Die Katholische Bevölkerung wehrt sich dagegen durch Demonstrationen und Nichtbezahlen der Steuern, um den Staat und den Präsidenten zur Änderung des Gesetzes zu zwingen. Doch Präsident Calles fährt, um den Widerstand zu brechen, mit anderen Mitteln auf. Die hl. Messen werden gestört, Gläubige erschossen, Priester an die Wand gestellt, so wie zB. der selige Pater Pro. Die Bevölkerung Mexikos, die zu 95% katholisch ist, sieht sich gezwungen zu handeln.

Neunzig Jahre spfeldzugäter- wir schreiben das Jahr 2016

Sind wir in einer Zeit, die ganz ähnlich ist, wenn nicht sogar schlimmer. Klar wird nicht öffentlich verboten, in die hl. Messe zu gehen oder zu den hl. Sakramenten. Aber auf eine gemeine Art und Weise wird uns überall das Signal gesendet, dass das, an was wir glauben, wie wir handeln, nicht das Normale ist, nicht den Normen entspricht. Der Feind kämpft hier nicht mehr mit offenen Waffen, sondern er kommt heimlich und ist allgegenwärtig durch die Medien wie Radio, Fernseher, Filme und Zeitungen. So wiegen wir uns in Sicherheit, obwohl der Feind schon dicht zu uns vorgedrungen ist und wir uns dauernd in „Lebensgefahr“ befinden, ohne etwas zu bemerken. Gegen einen unsichtbaren oder weniger fassbaren Feind zu kämpfen wie den Zeitgeist, bedeutet noch mehr sich zu wappnen. Zu oft haben wir das Gefühl, dass wir uns für unsere Einstellung entschuldigen müssten vor unseren Klassenkameraden oder den Arbeitskollegen. Dabei sind sie im Unrecht.

Wir sind im Recht.

Es ist nicht nur unser Recht sondern es ist unsere Pflicht, uns einzusetzen für unseren Glauben!!! Wir alle haben einen Auftrag bekommen, für das Reich Christi zu kämpfen und zwar für das Reich Christi hier auf Erden jetzt und heute. Wir alle wurden gefirmt und zu Rittern unseres Christkönigs geschlagen. Wir sind dazu bestimmt, dieses Reich wieder zu errichten, nicht unsere Eltern oder unsere zukünftigen Kinder, sondern jeder einzelne von uns. Der Christkönig muss auch wieder in unserem Land herrschen, im Staat, im Bundesrat, in allen öffentlichen Institutionen, in jeder Familie.

Wir sind dazu bestimmt dieses zu bewirken!

Glauben wir nicht, dass Gott grosse Persönlichkeiten sucht, die gute Reden schwingen können. Nein. Er braucht die Jugend von heute, eine aufopferungsvolle Jugend, die Jugend des Christkönigs, die KJB und somit jeden einzelnen von uns.

Seien wir Mutig!!! Diese Gabe des hl. Geistes lassen wir zu oft verkümmern!!!!

Kämpfen wir durch öffentliches selbst- bewusstes Auftreten. Handeln wir nach unserem Glauben, denn durch unsere Taten bewirken wir mehr als durch unsere Worte. Jetzt ist es an der Zeit aufzustehen und zu handeln. Nicht dass wir voller Scham in fünfzig Jahren unseren Enkeln auf die Frage, was wir gemacht haben, antworten müssen:“ Eigentlich hat mich das alles nicht so interessiert, mir war anderes wichtiger.“

Nein!!!

Werfen wir noch einmal einen Blick zurück in die Vergangenheit: Wie hat damals die Katholische Bevölkerung Mexikos reagiert? Sie tat sich zusammen und kämpfte geschlossen gegen die Regierung und trug mit Gottes Hilfe den Sieg davon.

Nur brauchen wir für unseren Kampf hier auch eine effiziente Waffe und was könnte besser und zielsicherer sein als der Rosenkranz? Beten wir den Rosenkranz wieder mit vollen Herzen, denn was sind Waffen ohne Munition?

Kämpfen wir für das Christkönigtum und rufen wir den Schlachtruf des Mexikanischen Volkes:

Es lebe Christus der König!!!

Viva Christo Rey!