Gruppenführertreffen der KJB Deutschland in Saarbrücken

Im November versammelten sich rund 40 Gruppenführer und Stabsmitglieder zum zweimal Jährlich stattfindenden Gruppenführertreffen. Ein Wochenende lang wurden über Themen im Bereich des katholischen Glaubens und der Gesellschaft referiert. Das Jahresthema sowie den Terminplan für 2019 wurden Veröffentlicht. Des Weiteren gab es Schulungen für Personalmanagement, Kom­munikation und Gruppenbildung.

8848m.ü.N.N. -40Grad Celsius; 50% Wahrscheinlichkeit dem Tode zu erliegen; Das Dach der Welt. Der Mount Everest! Was um alles in der Welt motiviert Menschen einen solchen Berg zu besteigen? Wochenlange Vorbereitung, zigtausende Euro Kosten, extreme Körperliche Belastungen und Geistige Strapazen sind mit Sicherheit nicht der Grund dafür. Es ist der eiserne Wille! Mit dieser spannenden Frage wurde das Treffen am Samstagmorgen eröffnet. Doch was hat das mit einer Katholischen Jugend zu tun? Unser geistiges Ziel ist es, den Gipfel der Ewigkeit zu erreichen. Und wie komme ich dort hin? Machen wir es wie echte Bergsteiger; durch Abtötung, Überwindung und Opfer. In Christlichen worten gesprochen „durch das Kreuz“. Diese Erkenntnis ist eine gelungene Überleitung für das Jahresthema der KJB 2019. Kreuz und Hoffnung.

Kreuz und Hoffnung sind immer unzertrennlich miteinander verbunden. Der Tod Christie am Kreuz ist der Sieg über die Sünde. So Lesen wir immer wieder in der Heiligen Schrift zum Beispiel in der Bergpredigt: „Selig sind die Armen im Geiste, selig sind die Trauernden, selig die Sanftmütigen… Freut euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel“ (Mt 5, 1-12). Doch wollen wir nie das Leid als Ziel. Dies wäre eine völlig falsche Auffassung der Lehre Christie. So wollen wir es immer als Mittel zu einem höheren Ziel nutzen. Nämlich zur ewigen Glückseligkeit. Das feste Erwarten auf die ewige Freude, das ist die Hoffnung. Hoffnung ist kein Vermuten oder wage Spekulation. Dies ist sonst ein Zweifel an der Wahrhaftigkeit der Kreuzeslehre Jesu Christi.

Die Jahreslektüre „Die letzte Freiheit“ von Maria Calasanz Ziesche, erzählt von einem Mönch Namens Hermann von Altshausen der als gelähmter im Kloster Reichenau am Bodensee um das Jahr 1000 lebte. Das Buch ist ein erstklassiger historischer Roman über ein Leben voller Kreuz und Hoffnung. Aufbauend auf das Buch sind sechs Vortragsthemen für das Jahr 2019 ausgearbeitet, welche in den Gruppenstunden vorgetragen und behandelt werden.

Ein weiterer Programmpunkt des Treffens war die Teilnahme am „Marsch für das Leben“. Gemeinsam mit weiteren Jugendlichen und Freunden des Lebens, wurden Kerzen durch die Saarbrücker Innenstadt getragen, um den über 1000 ermordeten Kinder, die Jährlich in Saarbrücken abgetrieben werden, zu gedenken.

Für die Gruppenführer der 25 Ortsgruppen mit rund 400 KJBler gab es im Anschluss eine Schulung über verschiedene Führungstätigkeiten. Dabei wurden Merkmale wie z.B. Transparenz, Flexibilität, klare Entscheidungsfähigkeit und Verantwortung behandelt. Die Wichtigkeit der Beziehung als Grundlage jeglicher Kommunikation wurde besonders hervorgehoben. Jetzt sind die Gruppenführer für das kommende Jahr vorbereitet.

Mit Vorausblick auf das Jahr 2019 wurden abschließend alle Termine und Veranstaltungen vorgestellt, so auch das nächste Gruppenführertreffen, welches mit freudiger Erwartung im März stattfinden wird.