Irlandreise

Irland – Ein Blick in das Paradies!

Denkt man an Irland, kommen einem unweigerlich das raue Klima, die grünen Landstriche und die steilen Küsten in den Sinn. Vor Augen sieht man schon die saftigen grünen Wiesen mit den typischen irischen Steinzäunen, in den Ohren erklingt das Blöken der Schafe. Im Hintergrund hört man das Schellen der Meereswogen an der Brandung, ein luftiger Wind streicht einem über das Gesicht und ein Umherschweifen des Blickes erschließt einem die unendliche Weite und Tiefe des großen Ozeans. Eine Ruhe und ein innerer Frieden breiten sich aus – nicht einmal das Geschrei der Möwen kann diese Atmosphäre stören.

Wenn Sie, liebe Leser, von dieser beeindruckenden Idylle genauso fasziniert sind wie wir unternehmungslustigen zehn KJBlerinnen, dann können Sie uns jetzt auf unserer Irlandreise begleiten! Denn es sind nicht ausgeschmückte Worte und übertriebene Redewendungen – Irland ist wirklich unglaublich schön! Entlang der Küste geht es auf einem Wiesentrampelpfad zwei Stunden von Doolin zu den Cliffs of Moher, den berühmtesten Steilklippen Irlands. Atemberaubend ist die Aussicht über den Atlantischen Ozean, berauschend die massiven Gewalten des Meeres, die immer wieder mit voller Wucht an die Felswand donnern, überwältigend die 214 m hohe steil abfallende Felswand. Da bleibt dem Menschen nur noch eines: Staunen und Dankbarkeit.

Wundert man sich nun, wenn die Bewohner stolz sind Iren zu sein? Wohl kaum. So ein traumhaftes Land hinterlässt nicht nur bei den Besuchern seine Spuren, es prägt sich auch bei den Einwohnern ein. Oft genug staunten wir über die fröhliche und entspannte Stimmung der Iren, ihre Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, ganz besonders aber über ihre überaus großzügige Gastfreundschaft! Mit ausgehungerten Mägen wurden wir wie Könige im Priorat der FSSPX in Athlone aufgenommen. Bewirtet wurden wir aber wie Kaiser – nach einer Einkaufstour mit dem Prior zauberte dieser uns ein Festmahl auf den Tisch, dass wir aus dem Staunen über solch eine Großherzigkeit nicht herauskamen. Untermalt wurde die Festtagsmahlzeit mit zahlreichen Scherzen und irischen Stanzen, die er mit lebhafter Stimme zum Besten gab.

In Irland weiß man wirklich zu feiern! Der Höhepunkt unserer Reise war unser Besuch in einem Irish Pub in Cork. Bei einem Glas Guinness, das typische irische Bier, oder einem Beamisch, ein Bier aus Cork, treffen sich Leute verschiedenster Schichten um Neuigkeiten auszutauschen, während traditionell irische Musik gespielt wird. So erlebten wir drei Stunden lang irische Volksmusik, gespielt von etwa 15 Musikern, darunter drei junge Männer aus der Corker Gemeinde. Es war eine richtige Freude zum Zuhören und Zuschauen. Mit Gitarren und Banjos, Geigen und Ziehharmonika wurden die Lieder begleitet, ab und zu gab es auch Soloeinlagen mit Gesang. Natürlich durften die uillean pipe, der irische Dudelsack, die bodhran, eine Handtrommel aus Ziegenhaut, und die tin whistle, eine kleine Blechflöte, nicht fehlen. Unglaublich und mitreißend sind nur annähernd die Worte, um diesen Abend zu beschreiben. Die Lebensfreude und Vitalität kommt in den fröhlichen Liedern und der schwungvollen Folkmusik zum Ausdruck, dann reißen schwermütige Balladen den Hörer mit in die irische Melancholie.

Vieles gäbe es noch zu berichten, von zweisprachigen Straßenschildern – nämlich Englisch und Gälisch, der ureigensten Sprache Irlands, – von den traumhaften Küstenstränden bei Galway und den Burgen und Wehranlagen in Dublin und Cork, von den irischen Märkten in der Altstadt und von den Steinkirchen mit den wunderschön bestückten Glasfenstern, …. Da bleibt einem nur noch eines zu sagen: Féach leat go luath! – Auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Von Theresia