Männerwochenende 2019

Möchtest du mit zum Männerwochenende kommen?

Männerwochenende? Wann ist das?

Vom  16. – 18. Mai.

Hm… ok. Und was macht man da? Dürfte ich mal das Programm sehen? Vielleicht …

STOPP!!!

Wo ist die Entscheidungsfreudigkeit geblieben? Es geht hier um das Männerwochenende. Kein Moment, sich nach den guten Rosinen umzuschauen. Entweder ein klares JA oder NEIN! Oder sagst du zu deinem Vorgesetzten auf der Arbeit auch „ja vielleicht mal schauen“, oder zu deinem Lehrer in der Schule „könnte ich als Hausaufgabe bitte nur die leichten Matheaufgaben erledigen?“. Würdest du zu deinem besten Freund sagen „ich müsste erstmal wissen, was genau auf mich zukommt und vielleicht habe ich da schon etwas vor“, anstatt ihm zu helfen?

Gerade in der heutigen Zeit stößt man oft auf dieses Problem der „bequemen Unverbindlichkeit“. Doch darauf folgt oft eine himmelschreiende Unzuverlässigkeit. Die „Generation Maybe“ macht auch vor den Männern unserer Zeit keinen Halt. Doch Aufgaben, Fragen und Probleme mit ungewissem Ausgang kommen weiterhin auf jeden Einzelnen zu. Mehr denn je gilt es, eine klare Linie zu ziehen, mit Entscheidungsfreude und Motivation voranzugehen und es nicht bei einem „mal sehn“ zu belassen. So kommt man nicht zum Ziel, so bewältigt man keine Aufgaben, so kann sich kein Freund auf dich verlassen.

Deswegen rief Pater Reiser zum erstmaligen Männerwochenende der KJB zusammen, zu dem sich 12 motivierte junge Männer anmeldeten, ohne zu wissen, was sie genau erwarten wird.

Auf dem Gelände des Bibelfreizeitheimes im Hessischen Taunus fanden sich alle Männer am Freitag dem 16. Mai ein. Der Film „When The Game Stands Tall“ gab dem Wochenende den gebührenden Auftakt. Denn genau im Sinne der Männlichkeit, Freundschaft und Verlässlichkeit, im Treffen von Entscheidungen und im Streben nach Zielen, nahm das Wochenende seinen Verlauf.

Anders als bei KJB-Treffen üblich, sorgten bei diesem Treffen die Männer selbst dafür, dass etwas zu Essen auf den Tisch kommt, wer diese oder jene Aufgabe übernimmt.
So zeigte sich schnell, in wie vielen Bereichen es gilt, seinen Mann zu stehen.

Das Horn ertönte am Samstagmorgen und kurze Zeit später standen alle Teilnehmer in Sportkleidung zum Frühsport bereit. Anschließend Hl. Messe, danach Frühstück. Erstaunlich, wie produktiv man einen Tag beginnen kann.
Im Römerkastell Saalburg bekamen die 12 Teilnehmer zusammen mit Pater Reiser einen Überblick über die Architektur, Waffentechnik, das Handwerk und den Alltag der damaligen römischen Besatzungsmacht im Bereich des Limes.
Selbstverständlich kam an diesem Wochenende auch die kämpferische Natur des Mannes auf ihre Kosten. Beim Jugger wurde der gepflegte Rasen des Bibelfreizeitheimes wahrlich zu einem Battlefield. Nach 15 Minuten strategischer Besprechung nahmen beide Teams Aufstellung in der „Arena“. Sechs gegen sechs, Zweihänder, Lanze, Morgenstern, Pater Reiser mit der Trommel am Rande des Schlachtfelds, Schlachtruf und „Battlefield-Live“ nahm seinen Lauf.
Auch bei der anschließenden „Seeschlacht“ im 9 x 9 – Meter – Pool rangen beide Teams in 14°C   ohne Pardon um den Sieg.
Abends fanden sich alle Männer in der Kapelle zum Rittergebet zusammen.

Rittergebet?

Ja Rittergebet! Denn wie ein Ritter für seinen König, sein Vaterland, sein Ideal alles tut, was in seiner Macht steht, ja sogar sein Leben dafür gibt, so soll sich jeder katholische Mann als Ritter seines Königs, des Christkönigs, sehen. Eine halbe Stunde den Christkönig anzubeten, die Gesellschaft mit ihm zu teilen und so Sühne zu leisten für alle jungen Männer und Frauen, die sich im Genuss und den Freuden der Welt verlieren, war für die 12 Teilnehmer somit eine große Ehre und Freude zugleich.

Von 23:30 Uhr Samstags bis 00:30 Uhr Sonntags galt es noch, als „Sniper on Tour“ eine Aufgabe zu erledigen: Eine auf dem Gelände aufgehängte Deutschlandflagge zu finden, die sich darunter befindende Glocke zu läuten und sich nicht von Pater Reiser entdecken zu lassen, der in der Nähe im Dunkeln lauert und jeden mit dem Laserpointer markiert, der sich zu auffällig annähert.
Also Tarnfarbe ins Gesicht, Flecktarn anziehen und ab ins Gelände. Trotz Regennässe, Brennnesseln, Schlamm und Schnecken war sich niemand zu schade, die Aufgabe zu erledigen. Hang abwärts, kriechend auf dem Bauch, ja sogar das Anpirschen in einem Bach wurde in Kauf genommen, bis nach 50 Minuten die Glocke ertönte. Hier verstanden die Teilnehmer erst recht, dass ein Ziel zu erreichen Opfer erfordert. Und wenn es letztendlich eine Person schafft, so hat sie das nur aufgrund der Hingabe und Opfer jeder einzelnen.

Nach diesem Wochenende ging jeder der 12 Männer gestärkt und mit dem tiefen Bewusstsein in den Alltag zurück, dass unsere Gesellschaft mehr denn je starke, katholische und eifrige Männer braucht, die vorangehen, Entscheidungen treffen und in der Gemeinschaft mit anderen Männern und wirklichen Freunden danach streben, heiliger zu werden und den Christkönig in die Gesellschaft zu tragen.

Sei ein Mann, der stark ist! Sein ein Mann des Dienens!

Sei ein Mann, der Gottes Vision mit Feuereifer in seinem Leben und in der Welt umsetzt!

(Larry Richards – Männer sind anders)