Regionaltreffen Schwaben

Es war an einem bewölkt und recht windigem Samstagmorgen, als in Weihungszell das Regionaltreffen der Schwaben mit der Hl. Messe begann.
Nach einer guten Stärkung, gleich im Nachbarort bekamen wir einen Vortrag von Frau Doose über die Alfa (Aktion Lebensrecht für alle) zu hören. In dem Vortrag ging es nicht nur um die Arbeit der Alfa, die von Aufklärung über Forschung bis hin zur Beratung von Schwangeren geht, sondern auch über Grundsätzliches in Bezug auf Abtreibung. Frau Doose ging besonders auf die Entwicklung des menschlichen Embryos ein, um zu verdeutlichen, dass der Embryo sich nicht einfach in der 12. Woche zu einem Menschen entwickelt und davor einfach nur “Schwangerschaftsgewebe” ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Mensch sich ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle als Mensch entwickelt und dass es keinen anderen Zeitpunkt in der Entwicklung gibt, bei dem etwas so Wesentliches geändert wird, dass man sagen könnte dieser andere Zeitpunkt sei der Beginn des Lebens. Nach diesen Ausführungen ging Sie noch besonders auf die heutige Situation in Deutschland ein und auf die Verschiedenen Abtreibungsmethoden. Mehr dazu kann man auf www.alfa-ev.de nachlesen.

 Nach dem Mittagessen, ging es auch sofort weiter. Wir fuhren mit dem Auto in das Prämonstratenser-Kloster Roggenburg, dort bekamen wir eine Kirchenführung von einem jungen Prämonstratenser und anschließend ein Orgelkonzert von Pater Amselgruber auf der Klosterorgel vorgespielt. Besonders beeindruckend klang die Troccata von J.S.Bach durch die wunderschöne Klosterkirche.

Nach dieser Praktischen Vorführung von Pater Amselgruber stellte er mit uns noch einige theoretischen Überlegungen zum Musikhören an. Hierfür ging er zuerst auf die Auswirkung von Musik auf die Pflanzen- und Tierwelt ein. Besonders empfahl er uns, uns auf die klassische Musik einzulassen und die Bedeutung dahinter herauszufinden. Ähnlich wie bei der Literatur seien hier Schätze unserer Kultur verborgen, die wir ausheben müssen. Wenn wir aber immer nur Popmusik hören, mit dem einfachen Harmonieschema, der Gefühlsbetonung und immer gleichem Aufbau, und wenn wir immer nur die neusten Meldungen auf unserem Smartphone anschauen, dann ist es nicht sehr verwunderlich dass wir es nicht gewöhnt sind komplexere Zusammenhänge zu erfassen und diese mit unserem Verstand einzuordnen und nicht einfach immer nach den Gefühlen zu urteilen. Genau dies können wir mit den Schätzen unserer Kultur aber wieder schaffen.

Zudem appellierte Pater Amselgruber zu einem vernünftigen und bewussten Gebrauch der Musik.

Nach dem Abendprogramm folgten noch viele viele Runden Tischtennis, Dart und Tischkicker. Die Meisten beteiligten sich an diesen sportlichen Aktivitäten mit größerem oder kleinerem Erfolg. Doch an einigen Tischen sah man auch KJBler in Gespräche vertieft sitzen, wenn man vorbei lief hörte man wie einige Themen der Vorträge nochmal aufgegriffen wurden. Was sollte man jetzt ganz konkret für das ungeborene Leben tun? Wo und wann kann man das nächste klassische Konzert besuchen? Wie sehr lebt die christlich abendländische Kultur in unseren Reihen?

Aber auch das momentane Jahresthema Kreuz und Hoffnung war ein Gesprächsthema. So kam es einigen gelegen, dass Andreas Merkle am Sonntagmorgen in seinem Vortrag nochmals vertieft auf das Jahresthema einging. Er zeigte uns wie viel Kraft wir für rein materielles Dinge, zum Beispiel ein Auto, aufwenden und wieviel Kreuze wir auf uns nehmen bis wir schließlich unserer Ziel erreicht haben. Dies übertrug er dann auch auf unser letztes die Ziel: Gott. Auch dort kommen uns einige Kreuze auf unserem Weg entgegen und diese sollen wir annehmen. Doch worin bestehen diese Kreuze? Andreas führte aus, dass es besonders der Alltag mit seinen Pflichten ist. Passend dazu erklärte er noch kurz wie man sich richtig Vorsätze nehmen kann, besonders in der Fastenzeit. Diese sollten besonders gegen den Hauptfehler gerichtet, konkret und nicht zuviel sein.

Zum Abschluss bleibt festzuhalten, gespart wurde an diesem Treffen nicht. Sowohl kulinarisch wie auch kulturell und intellektuell, aber auch spaßuell wurde alles ausgeschöpft. Vielen Dank geht an die Gruppe aus Weihungszell. Bis nächstes Jahr.