Romfahrt 2018

Am Donnerstag den 27. September 2018 startete eine kleine Gruppe von KJBlern am Münchener Flughafen ihre Reise nach Rom. Schon bei der Sicherheitskontrolle wurden zwei von uns dem Sprengstofftest unterzogen und zur Krönung der Aktion einer von uns beim Gate ausgerufen, da er einfach ohne das Ticket vorzuzeigen einsteigen wollte 😉 allerdings sind wir nach einem Flug mit einer super Aussicht auf die Alpen, Rom und das Meer gut angekommen und konnten so unser Abenteuer mit der ersten Pizza beginnen.

Am nächsten Morgen waren wir vom bombastischen Eindruck des Petersdoms überwältigt und durften den Tag dort mit der hl. Messe am Altar des hl. Pius X. beginnen. Nach einer kleinen Stärkung, begann der sportliche Teil des Tages mit dem Aufstieg zur Kuppel. Es lagen bloß 551 Stufen zwischen uns und dem Ziel J. Der Ausblick war herrlich und wir bemühten uns redlich einig zu werden wo sich denn das Kolosseum versteckt hat, denn man muss schon zugeben: von da oben sieht die Welt etwas kleiner aus! Nach einer kurzen Kaffee- und Karten-Schreib-Pause, wurden im Appartement die Kochkünste ausgepackt… es gab Nudeln mit Pesto. Nach einer kurzen Siesta begann der Sprint zum Bus. Einige waren schon über die Straße gerannt, während andere von einer roten Ampel und fließendem Verkehr aufgehalten wurden. Der Bus war allerdings schon im Begriff loszufahren und so musste er mit allen Kräften aufgehalten werden – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn so schob sich eine KJBlerin zwischen die Türen, um diese mit aller Gewalt für die anderen aufzuhalten, was in gewissem Maße auch funktionierte. Zur vollen Begeisterung des Busfahrers! Denn die Türen bewegten sich tatsächlich nicht mehr, sondern waren daraufhin kaputt. Die unschuldige Miene des Paters half leider nur bedingt zur Besänftigung des aufgebrachten Busfahrers. Trotzdem kamen wir wohlbehalten bei den Katakomben S. Sebastiano, in denen sich Gott sei Dank keiner verirrte, an. Es war beeindruckend den Spuren der urchristlichen Gemeinden zu folgen und in die Tiefen Roms abzusteigen. Im Anschluss quetschten wir uns durch die Massen am Trevibrunnen und genossen eine wohlverdiente Pizza. Mit einem Eis an der Piazza Navona schlossen wir den Abend gemütlich ab.

Mit der hl. Messe starten wir in den zweiten Tag unserer Reise. Auf dem Plan standen mit die schönsten Kirchen Roms: S. Maria Maggiore und der Lateran, mit seinem nicht so bekannten aber wunderschönen Kreuzgang. Unterwegs besuchten wir noch die Kirche S.Prassede, in der ein Teil der Geiselsäule verehrt wird, sowie die Kirche der Mutter der immerwährenden Hilfe mit dem bekannten Bild auf dem das Jesuskind seinen Schuh verliert. Das Mittagessen gestaltete sich für einige KJBler sehr spannend, da Italiener offensichtlich das Fleisch ohne Beilage essen und sich bei der Aufmachung des Tellers sehr an Bellos Napf orientierten, der 3 m weiter schlafend versuchte den Eingang zu bewachen. Umso besser war dafür die Nahrung für den christlich-kulturellen Geist, der sich an der Kirche S.Croce in Gerusalemme erfreuen durfte. Vor den Reliquien des hl. Kreuzes und verschiedener Reliquien des Leidens unseres Herrn beteten wir den Rosenkranz und die KJB-Gebete, bei denen Ihr alle eingeschlossen wurdet. Im Anschluss zeigte uns in der Kaserne ein Schweizergardist die Waffenkammer und erzählte uns einiges über die Geschichte und Tradition der Schweizergarde. Nach einer kleinen Führung durch den Vatikan, gab es bei uns im Appartement ein leckeres Abendessen.Am Sonntag hatten wir nach der hl. Messe einen gemütlichem Brunch. Um 12 Uhr standen wir pünktlich am Petersplatz in Mitten einer begeisterten Menschenmenge, um mit dem Heiligen Vater den Angelus zu beten. Daraufhin begann der freie Nachmittag, an dem sich jeder nach Lust, Laune und Energie mit Rom und Umgebung beschäftigen konnte. Einige fuhren nach Nettuno zur hl. Maria Goretti ans Meer, andere genossen das Flair Roms, während wieder andere sich auf Kirchenentdeckungstour begaben. Der Nachmittag endete um 21:30 Uhr J mit einem gemeinsamen Gelati auf dem Petersplatz.

Für die hl. Messe am Montag wurden wir von dem Schweizergardisten im Petersdom angemeldet. So kamen wir durch einen Hintereingang in den Petersdom, wobei sich zunächst die Suche nach einem freien Altar etwas schwierig gestaltete, denn es waren alle besetzt… Schließlich hatten wir das Glück dann in der Krypta die hl. Messe feiern zu dürfen. Das Frühstück nahmen wir heute in einem kleinen Café neben dem Vatikan ein. Im Anschluss hatten wir noch ein wenig Zeit um Souvenirs zu kaufen, bis wir in Richtung Circus Maximus aufbrachen. Leider wollte das Wetter nicht so ganz mitspielen, denn es schüttete plötzlich wie aus Eimern. Unserer guten Laune tat das zwar keinen Abbruch, aber die Braut bei der Kirche S.Pauli e Giovanni hätte sich bestimmt mehr über Sonnenschein gefreut. Nach dem Besuch der schön mit Blumen geschmückten Kirche, gab es die Möglichkeit Reliquien zu erwerben. Froh über den zurückgekehrten Sonnenschein machten wir uns auf den Weg zu S.Sabina, wo man unter anderem auch das Zimmer des hl. Dominikus besuchen kann. Diese Kirche ist in ihrem ursprünglich frühchristlichen Basilikenstil zu sehen, dessen Grundzüge man in vielen Kirchen immer wieder entdecken kann.  Allerdings sind wir nicht trocken dort angekommen, da der hl. Petrus offensichtlich seinen Spaß daran hatte, die Wassereimer nochmal kräftig auszuschütten. So liefen wir im Anschluss mit quietschenden, nassen Schuhen zum sogenannten Schlüsselloch, worüber wir jedoch nicht zu viel verraten wollen, für diejenigen die noch nie dort waren. Bevor wir die nächste Kirche S. Paul vor den Mauern besuchten, gab es in einem kleinen Bistro Mittagessen. Der Kellner war allerdings sichtlich überfordert mit so vielen hungrigen Menschen und der Herausforderung diese alle auf einmal mit Essen zu versorgen… sehr zur Belustigung unserer Gruppe. Die Kirche S.Paul vor den Mauern gehört zu den sieben Hauptbasiliken und ist mit den Mosaiken aller Päpste der Kirchengeschichte ausgeschmückt. Am Grab des hl. Paulus beteten wir ein Gesätzchen vom Rosenkranz, woraufhin noch jeder selber Zeit hatte die prächtige Kirche zu bestaunen. In der Sakristei trafen wir einen hochmotivierten Mönch, der uns begeistert auf Französisch etwas über die Kunstwerke der Sakristei und die Geschichte der Basilika erzählte, was wir aufgrund unserer mangelnden Französischkenntnisse allerdings kaum verstanden haben und der Pater mit dem Übersetzen irgendwann dem sprudelnden Mönch nicht mehr hinterherkam. Nach einiger Zeit schafften wir es von dort wieder loszukommen und wollten mit der Metro zur Ignatiuskirche fahren. Wir standen gut gelaunt am Bahnsteig und ließen dabei zwei Züge an uns vorbeifahren 😉 bis dann mal jemand den grandiosen Vorschlag machte vielleicht einzusteigen… den dritten haben wir dann aber noch erwischt. Nach dem Besuch der Kirche gab es etwas freie Zeit, in der einige von uns noch mehr Kirchen besuchten, während andere sich schon ins Appartement begaben. An diesem Abend besuchte uns der Schweizergardist mit seinem Kollegen und bekochte uns mit Pasta Carbonara nach Original italienischer Art.

Am letzten Tag standen noch die restlichen wichtigsten Punkte Roms auf dem Programm. Nach der hl. Messe und einem kurzen Frühstück machten wir uns zur letzten Hauptbasilika S.Laurentius vor den Mauern auf. Auch diese Kirche ist sehr sehenswert, da sie ursprünglich Teil einer Katakombe war, die ausgegraben und später zu einer Basilika ausgebaut wurde. Auch die schönen Kosmatenarbeiten und die steinernen Porphyrplatten sind erwähnenswert, denn man findet beides als Zierde des Bodens in sehr vielen Kirchen. Als letzter Programmpunkt am Vormittag besuchten wir die Kirche S.Clemente. Hungrig begaben wir uns Richtung Kolosseum, wo wir unser Picknick mit einer schönen Aussicht einnahmen. Gut gestärkt führte uns der Weg zur hl. Franziska Romana und zu S.Petro in Vincoli. Nach einer kurzen Kaffeepause kehrten wir nochmal zu S.Clemente zurück, da sich unter der Kirche noch archäologische Ausgrabungen eines Hauses und einer alten Basilika befinden, die wir gerne erkunden wollten. Im Glauben 25 min würden uns für die Erkundung reichen, begannen wir unsere unterirdische Forschungstour und stiegen aber  erst nach über einer Stunde wieder an Tageslicht. Der Grund dafür bleibt unter uns, allerdings dürft Ihr wissen, dass es sehr lustig war und wir zumindest versucht haben unsere Kenntnisse über diesen Ort zu erweitern. Schnellen Schrittes eilten wir dann zur Engelsburg, um noch kurz vor Schluss hinein zu schlüpfen und von dort aus den Sonnenuntergang zu genießen. Der Abend war allerdings noch lange nicht zu Ende, denn es stand noch ein letztes gemeinsames Pizza essen an mit einem anschließenden Eis. Manchen hat auch das noch nicht gereicht und wir verbrachten die verbleibenden Stunden gemeinsam bei einem Gläschen Wein auf dem Balkon.

Trotzdem klingelte für alle der Wecker am Mittwochmorgen sehr früh, denn das Flugzeug wäre ansonsten auch erbarmungslos ohne uns nach München zurückgeflogen. Noch ein Foto beim Petersplatz, denn begann eine sehr holprige Fahrt mit dem Bus zum Flughafen. Dort hatten wir Zeit für ein letztes italienisches Frühstück mit Cappuccino und Hörnchen. In München angekommen, wurden wir von einem nicht so freundlichen Wetter begrüßt und machten uns aber alle glücklich, zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen auf den Weg nach Hause, dankbar an einer so schönen Reise teilgenommen haben zu dürfen.