Rückblick auf das Berglager der Mädchen in Österreich

Berglager für Mädchen vom 17. – 23. Juli 2016

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9 Mädels mit 2 Betreuerinnen in einer Berghütte, da ist schon was los! Und die Betreuung einer solch lebhaften Mannschaft war für den Pater auch nicht ohne. Doch Pater Andreas Jeindl hat diese Herausforderung angenommen und mit viel Elan und Eifer das Lager geistig betreut und mit Witz und Humor die versammelte Mädel-Mannschaft zum Lachen gebracht.

Gewohnt haben wir in einer urigen Berghütte im Innervillgraten, in einem der schönsten und ursprünglichsten Dörfer Österreichs auf 1700m Höhe! Abgeschieden von Wohnsiedlungen, „am Rande der Zivilisation“, hatte sie etwas Einmaliges zu bieten: Ruhe und Stille. Wenn wir uns morgens zu Fuß auf den Weg zur Kirche Maria Schnee in Kalkstein machten, den Morgengruß zum Herzen Jesu sangen und den kommenden Tag in Gottes Hände legten, wurden wir nur vom Muhen der Kühe und dem Gezwitscher der Vögel begleitet. Besonders ergreifend war die Feier der Heiligen Messe, vorangegangen durch eine Betrachtung über das Heilige Messopfer, wenn die Sonne durch die Glasfenster strahlte und dadurch die mystische Stimmung der heiligen Handlung hervorgehoben wurde. Zum täglichen Programm zählten auch der Rosenkranz und die Vorträge über Heilige wie Franz Xaver und das Wesen und die innere Schönheit der Frau.

Das Motto des Lagers war natürlich: „Raus aus der Hütte! Rauf auf die Berg.“ Wir machten in der umliegenden Gegend einige Wanderungen, darunter auch eine Morgenwanderung: Pünktlich um 04.00 waren wir in der Früh warm eingepackt startklar, um den Sonnenaufgang mitzuerleben. Allerdings verfehlten wir eine Abzweigung und statt die Sonne aufgehen zu sehen, konnten wir nun die Spitzen der umliegenden Berge beschienen sehen. Eine große Herausforderung waren auch die Klettersteige in der Galitzenklamm, die wir je nach Erfahrung und Können alle oder nur in einer kleinen Gruppe erklommen. Der schönste Klettersteig führte entlang eines Wasserfalls, wo man unter anderem über zwei Seilbrücken balancieren musste.

Den Höhepunkt bildete die Besteigung des Großvenedigers (3674m), des höchsten Berges von Salzburg, die wir in einer 2-Tages-Etappe mit Übernachtung auf der Defreggerhütte (2964) bewältigten. Besonders in Erinnerung bleiben wird uns dabei das leckere Schweizer Käsefondue und die Polsterschlacht in der Berghütte. Unvergesslich ist jedoch der Augenblick, wenn man siegessicher beim Gipfelkreuz angekommen ist und einem die ringsherum liegenden schneebedeckten Berge zu Füßen liegen. Da hat sich wirklich gelohnt!

Abends hieß es dann: „Rein in die warme Stube“ und auf zum gemütlichen Singen und Spielen um den Kamin herum. Ob Flöten-Quartett oder Mundharmonika, mehrstimmiger Gesang oder gemeinsames Tanzen von Volkstänzen, Kartenspiele oder kurze Sketche, die fröhliche Stimmung begleitete uns das ganze Lager hindurch. Diese schöne Woche ging viel zu schnell zu Ende! Bleibt nur noch ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an H. H. Pater Jeindl zu sagen für die gute geistliche Betreuung. Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

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