Rundbrief der KJB-Deutschland im Januar

Liebe KJBler,

von Herzen wünsche ich euch ein gnadenreiches und frohes Weihnachtsfest sowie ein gesegnetes Jahr 2017! Lassen wir die übergroße Liebe, die Christus uns durch seine Menschwerdung bewiesen hat, unsere Herzen entflammen und nehmen wir sie zum Ansporn, täglich größere Streiter des Christkönigs zu werden!

meister-der-braunschweig-magdeburger-schule-maria-verkuendigung-063312017 ist nicht irgendein Jahr. 2017 jähren sich mit der Reformation, der Gründung der Freimaurerei und der kommunistischen Oktoberrevolution drei große, schreckliche Schläge gegen die Königsherrschaft Jesu Christi, die schwerwiegende Folgen für die heilige Kirche und das christliche Europa nach sich zogen und uns bis heute im Würgegriff halten. Drei Mal sagte man „Nein“ zum göttlichen Willen und damit „Ja“ zum Teufel. Gleichzeitig jähren sich zum 100. Mal die Erscheinungen Mariens von Fatima. Damit wird deutlich, dass die Gottesmutter das genaue Gegenbild zu den drei genannten Irrlehren ist. Deren Urheber verweigern sich dem Willen Gottes, während Maria sich ihm ganz unterwirft. Als der Erzengel Gabriel ihr die große Berufung zur Mutter des Erlösers verkündet, antwortet sie demütig „Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir geschehe nach deinem Worte“ (Lk 1,38). Dieses berühmte „Fiat“ Mariens, das wir im Angelus beten, ist so kurz und doch die wichtigste und tiefste Tat gegen eine Welt, die ihr Haupt und erst recht nicht ihre Knie vor dem allmächtigen Gott beugen will. Jedes Mal, wenn dieses „Fiat“ gesprochen wird, fügt man dem Irrtum und damit dem Teufel eine große Niederlage hinzu.

Die KJB hat dieses neue Jahr, in dem in Kirche und Welt sicher sehr viel geschehen wird, unter die Losung „Siehe da, deine Mutter!“ (Joh 19,27) gestellt, um die katholische Jugend unter den Schutzmantel der Gottesmutter zu stellen und sie als Vorbild zu empfehlen. Wie Maria müssen auch wir zu Beginn dieses Jahres unser „Fiat“ sprechen, unser „Ja“ zu Gott und unser „Nein“ zum Teufel. In diesem Jahr darf es kein Verstecken, kein Zögern, keine falschen Kompromisse und keine Trägheit mehr geben! Wann sollten wir für Christus, den König, und Maria, seine und unsere Mutter, streiten, wenn nicht jetzt, wenn nicht in diesem schicksalshaften Jahr? Tappen wir nicht in die Falle der Langweiler und Faulenzer, die ihren Einsatz für den Christkönig immer wieder aufschieben oder hinten anstellen! Lassen wir uns von den Opportunisten und Angsthasen nicht anstecken, die nur zu Christus stehen, wenn es gerade angenehm und leicht ist.

Allzu oft verkaufen diese feigen Katholiken ihr Schweigen angesichts des Irrtums als Klugheit. Aber die Tugend der Klugheit ist keine „Cleverness“ oder Bauernschläue. Man ist nicht klug, wenn man über den Irrtum schweigt, nur damit man einen Vorteil für sich erschleicht! Ganz im Gegenteil! Nach dem hl. Thomas von Aquin (De prudentia, ST II-II) ist die Klugheit die vernunftgemäße Betrachtung und Erkenntnis der Wirklichkeit, worauf man sein Handeln aufbaut. Wenn ich erkenne, wie der Irrtum in Kirche und Welt um sich greift, ist es die logische Konsequenz, dagegen zu kämpfen, wenn ich den Geboten Gottes und der Kirche treu sein möchte. So lebten es uns Christus, die Apostel und alle Heiligen vor.

Ebenso sprechen diese feigen Katholiken davon, durch ihre Untätigkeit den Frieden und die Einheit bewahren zu wollen. Aber mit dem Irrtum kann es keinen Frieden und keine Einheit geben. Diesen Frieden gaukelt uns die Welt vor, es ist nicht der Friede Christi: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch“ (Joh 14,27). Und jede Einheit ist wertlos, wenn sie nicht ganz auf Christus, den Schöpfer und Erlöser, ausgerichtet ist. Er selbst wird diese falsche Einheit zerstören (Mt 10,34 – 36). Der Irrtum wendet sich ab von Gott, sagt „Nein“ zu Gott. Man kann und darf dem Irrtum also nicht die Hand reichen. Christus verlangt von uns eine klare Entscheidung für oder gegen ihn: „Kein Knecht kann zwei Herren dienen“ (Lk 16,13).

Unsere Devise für 2017 muss also lauten, diesen „Katholizismus auf Sparflamme“ (Pater Johannes Leppich SJ) über Bord zu werfen und stattdessen ohne Wenn und Aber unser „Fiat“ zu sprechen! Christus braucht eine mutige, draufgängerische und kämpferische Jugend, die sich nicht darum schert, von der Welt angefeindet zu werden, weil sie sich für Kirche, Heimat und Familie tatkräftig einsetzt! Unsere Zeit braucht vielmehr echte Klugheit, Großmut, Tapferkeit und heiligen Zorn! Beginnen wir 2017 also mit einem „Ja“ zum Christkönig! Seien wir uns gewiss, dass es nicht immer leicht und angenehm ist, in diesen Krisenzeiten „Ja“ zum Christkönig zu sagen, aber dass wir uns immer seiner heiligen Mutter Maria anvertrauen können. Sie soll in allen Freuden und Leiden des kommenden Jahres unsere Zuflucht und Hilfe sein. Beten wir dafür den täglichen Rosenkranz und halten wir den monatlichen Herz-Mariä-Sühnesamstag. Maria wird uns helfen, ebenfalls unser „Fiat“ zu sprechen und uns ganz dem Kampf für den Christkönig hinzugeben.

 

Es lebe Christus, der König!

Im Gebet verbunden,

Moritz