Rundbrief der KJB Deutschland im Januar

Liebe KJBler,

von Herzen wünsche ich euch ein gnadenreiches und frohes Weihnachtsfest sowie ein gesegnetes Jahr 2019! Die Liebe, Güte und Großherzigkeit, die Christus uns durch seine Menschwerdung bewiesen hat, sollen unsere Herzen entzünden und uns dazu anspornen, in diesem neuen Jahr noch überzeugter, mutiger und tatkräftiger für Christus, den König zu streiten. Dieses Jahr haben wir unter die Losung „In diesem Zeichen wirst du siegen!“ gestellt. Die Rede ist vom Kreuz Christi. Das Kreuz ist nicht nur ein Zeichen des Leidens, sondern durch Christus wurde es vor allem auch zu einem Zeichen der Hoffnung. Das Kreuz ist uns im Leid ein Zeichen der Hoffnung auf den Sieg, auf das ewige Leben, auf den Triumph des Christkönigs. In DER GERADE WEG (4/18) findet sich eine lesenswerte Einführung in das Jahresthema von Pater Stolz.

Und gerade in der heutigen Zeit haben wir viel Leid in unserem Land und in unserer Gesellschaft zu beklagen. Die Abkehr vom wahren katholischen Glauben, die Krise in der Kirche, die Zerstörung der Familien und Geschlechter, die millionenfache Abtreibung, die Islamisierung und so weiter. Und gerade in dieser Zeit könnte das Kreuz uns die nötige Hoffnung, Vertrauen, Zuversicht und Trost spenden. Doch wie viele Menschen blicken über das Leid hinaus auf das Kreuz Christi als Quelle des Heiles, als Baum des Lebens?

Fast 83 Millionen Menschen leben in Deutschland. Etwa 23 Millionen davon sind römisch-katholisch getauft. Aber nur knapp über zehn Prozent der Katholiken gehen wöchentlich zur heiligen Messe, von den Jugendlichen sogar nur sechs Prozent. Noch weniger, wenn auch immer mehr junge Katholiken kennen die katholische Tradition. Die meisten Jugendlichen in Deutschland sind also nicht katholisch oder kennen nur ein liberales Zerrbild vom Reichtum des wahren römisch-katholischen Glaubens. Und ausgerechnet dieses Zerrbild wird auf der eigentlich wichtigen, aber leider durch den Modernismus völlig fehlgeleiteten Jugendsynode in Rom im vergangenen Herbst als der Weg präsentiert, den die Jugend angeblich will und braucht.

Wir alle kennen diese Jugendlichen fernab vom katholischen Glauben. Wir alle begegnen ihnen täglich in der Schule, im Studium, in der Arbeit, vielleicht sogar in unseren Familien. Wir hoffen und beten für ihre Bekehrung, ihre Hinwendung zum Kreuz Christi. Aber so oft scheint es nicht zu klappen oder die Bekehrung lange auf sich warten zu lassen, sodass wir oft versucht sind, aufzugeben, uns damit abzufinden. Aber das dürfen wir nicht. Als Jugendbewegung wollen wir die Jugend erreichen, sie zum Christkönig führen, sie für den katholischen Glauben begeistern. Wer, wenn nicht wir, soll sich für die Bekehrung unserer Jugend einsetzen? Wenn es bisher nicht geklappt hat, dann haben wir wohl noch nicht genug getan. Zeit, dass sich das ändert.

In diesem neuen Jahr wird die KJB viele kleine Opfer für die Bekehrung der Jugendlichen in Deutschland sammeln. Das Opfer-Apostolat startet im Januar 2019 und endet am 26. Oktober 2019, dem Samstag vor dem Christkönigsfest. Dazu erhaltet ihr Zettel, in die ihr die Zahl der täglichen Opfer anonym eintragen könnt. Am Christkönigsfest, das wir KJBler gemeinsam am Christkönigstreffen in München begehen werden, wird Pater Reiser alle Opfer in das Hochamt einschließen und Gott in der heiligen Messe darbringen. Bei dem Opfer-Apostolat geht es nicht in erster Linie darum, wie viele Opfer man erbracht hat oder wie ausgefallen diese waren. Vor allem geht es um die Intention: Das jeweilige Opfer, sei es auch noch so klein und unauffällig, soll im Geiste des Glaubens und der Liebe zu Gott und zu den Seelen dargebracht werden.

Es genügt, diese Intention einmal am Beginn des Opfer-Apostolates zu fassen, empfiehlt sich allerdings, diese beispielsweise bei jedem Morgengebet zu erneuern. In dieser guten Intention kann alles, was der Alltag bringen mag, aufgeopfert werden. Ein Mittel, das nicht nur den Seelen, sondern auch uns selbst zugutekommen wird. Dadurch werden unsere Handlungen, Gespräche, Gedanken, Gefühle und Gebete bewusster, intensiver und vor allem geheiligt. Unser Alltag wird langsam, aber sicher zu einem Gottesdienst, unser Leben zu einem Wandel in der Gegenwart Gottes.

Diese Opfer können sehr einfach, kreativ und verschieden sein. Ein paar wenige Beispiele: Eine Zeit lang auf die Sozialen Netzwerke oder das Smartphone verzichten, beim Essen oder Trinken auf ein besonderes Genussmittel verzichten, kalt duschen, früh aufstehen beziehungsweise nicht die „Schlummertaste“ drücken, sondern sofort aufstehen, mehr Sport machen, ein Gesätz des Rosenkranzes mehr am Tag beten, ein Amt in der KJB übernehmen, einen Vortrag in der Gruppenstunde halten, eine Apostolats-Aktion organisieren, einen DGW-Artikel schreiben, bestimmte Akte der Nächstenliebe und Barmherzigkeit üben usw. Die KJB möchte mit diesem Opfer-Apostolat keine bestimmte Zahl erreichen. Unser Ziel ist es, gemeinsam das Jahr 2019 für die Bekehrung der Jugendlichen in Deutschland aufzuopfern. Die Jugend ist die Zukunft unseres Landes. Und unsere Zukunft soll katholisch sein.

Es lebe Christus, der König!

Im Gebet verbunden,

Moritz