Rundbrief der KJB-Deutschland im Juni

Liebe KJBler,

der Juni steht ganz im Zeichen des heiligsten Herzens Jesu. Für die KJB somit ein besonderer Monat, ist die Herz-Jesu-Verehrung doch ein sehr wichtiger Schritt zur Wiederherstellung des Christkönigtums. Nicht umsonst erneuern wir täglich in den KJB-Gebeten die Weihe des Menschengeschlechtes an das Herz Jesu und tragen darin dem Christkönig große, gewichtige Bitten der Bekehrung vor. Es wäre heuchlerisch, würden wir diesen Bitten keine eigenen Taten folgen lassen, würden wir uns nicht dem Christkönig selbst als Werkzeug anbieten. Wenn ich von der Wahrheit und Notwendigkeit dieser Bitten überzeugt bin, so muss ich alles daran setzen, sie mit Gottes Gnade zu verwirklichen. So treffend betet der hl. Thomas Morus: “Give us, good Lord, the grace to work for the things we pray for.”

Herz Jesu5Damit es uns also gelingt, das Christkönigtum zu realisieren, damit es nicht nur ein schöner Traum bleibt, müssen wir eine tiefe Liebe zum Herzen Jesu entwickeln und diese Liebe in unserem Umfeld wecken. Damit wir von den großen Verheißungen erfahren, die mit der Verehrung des Herzens Jesu verbunden sind, haben sich für diese zahlreiche Heilige der Kirchengeschichte eingesetzt. Darunter zählen u.a. die Heiligen Albertus Magnus, Gertrud die Große, Mechtild, Petrus Canisius, Margareta Maria Alacoque und Johannes Eudes und viele weitere. Sie sollen uns Vorbild und Ansporn sein, unser Beten und Arbeiten ganz für Christus aufzuopfern. Mit Arbeiten seien dabei nicht nur unsere täglichen Pflichten in Schule, Arbeit oder Uni gemeint, sondern auch und vor allem unsere Arbeit für Christus und seine Kirche. Diese zeigt sich in unserem Engagement in der KJB, in unserer Bildung im Glauben und in unserem Apostolat.

Wenn wir uns, wie diese Heiligen, an das göttliche Herz Jesu wenden, leisten wir einen wichtigen Beitrag für das Ziel der KJB, die Wiedererrichtung des Christkönigtums. Dieses bedeutet, dass alles Geschaffene sich ganz auf Christus ausrichtet, sich ihm unterstellt und somit von einem wahrhaft katholischen Geist durchdrungen wird. Heute haben sich nicht nur die Völker und Staaten, sondern auch die Autoritäten der Kirche von Christus abgewandt und bekämpfen ihn sogar. Uns stellt sich daher die Frage, wie wir Christus wieder seinen Thron zurückgeben können. Vielen erscheint diese Herkulesaufgabe als so groß, dass sie ohnmächtig und müde sich zurückziehen, sich verstecken und vom Kampfe nichts mehr wissen wollen! Das jedoch wäre fatal, wirkt Gott schließlich in den meisten Fällen durch uns, die seine treuen Diener und Streiter sein sollen. Angesagt sind also nicht Rückzug und Resignation, sondern Reconquista! Die Rückeroberung unserer Heimat für Christus!

Wir möchten also, dass sich unsere Heimat als Ganzes dem Herzen Jesu weiht, es liebt und aus dieser Liebe lebt. Nichts anderes hatten auch die deutschen Bischöfe im Sinn, als sie am 10. Januar 1915 das Deutsche Reich dem heiligsten Herzen Jesu weihten und damit das gesamte Volk zu Buße und Sühne aufriefen. Wir müssen diesem Ruf Folge leisten und die Reconquista bei uns selbst beginnen: Weihen wir uns dem heiligsten Herzen Jesu und errichten wir somit in uns selbst die Königsherrschaft Christi. Erst wenn in uns ganz die Liebe Christi brennt, können wir auch unser Umfeld, unsere Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, damit entzünden. Auch in der KJB kann Christus nicht herrschen, wenn sich die einzelnen Aktiven nicht ganz Christus und seinem Herzen hingeben.

Sacred HeartNehmen wir uns auch fest vor, so oft als möglich neue Verehrer des Herzens Jesu zu gewinnen. Dies gelingt uns, indem wir Herz-Jesu-Familien gründen oder neue Mitglieder für bereits bestehende gewinnen, indem wir die Novene zum göttlichen Herzen Jesu verbreiten, Bücher von und über die oben genannten Heiligen sowie Herz-Jesu-Bilder verschenken. Ebenso müssen wir möglichst viele Familien für die so gnadenreiche Herz-Jesu-Thronerhebung begeistern. Vor allem aber müssen wir selbst die Herz-Jesu-Freitage halten und unser Umfeld motivieren, ebenso an diesen ersten Freitagen im Monat das Hochamt und die Herz-Jesu-Andacht zu besuchen. Nicht umsonst verspricht Christus der hl. Margareta Maria Alacoque, denjenigen, die an neun Herz-Jesu-Freitagen hintereinander im Geiste der Sühne kommunizieren, in der Sterbestunde durch seine Gnade und die Sakramente beizustehen.

Ich empfehle euch also, diese Mittel anzuwenden, beginnend jetzt im Herz-Jesu-Monat Juni – auch im Rahmen unseres aktuellen Christkönig-Apostolates. Das heiligste Herz Jesu wartet nur darauf, seine großen Gnaden über uns ausgießen zu dürfen! Seien wir seine treuen, mutigen und begeisterten Verehrer und Apostel! Seien wir stolze Verkünder der übergroßen Liebe des heiligsten Herzens Jesu!

Es lebe Christus, der König!

Im Gebet verbunden,

Moritz