Glauben im Alltag: Die Diskussion über die Kreuzzüge

In unserer Themenreihe können wir euch heute erfreulicherweise nochmal eine Geschichte präsentieren, die uns eine KJBlerin geschickt hat. Auch sie erzählt uns von einer Erfahrung, die wir wahrscheinlich alle schon mal gemacht haben.

Ich arbeite in einer Familie als Au-Pair-Mädchen. Die Familie ist nicht katholisch, aber dennoch reden wir manchmal über den Glauben. Aneinem Abend haben wir uns über die Kreuzzüge unterhalten. Nach einiger Zeit kam das Argument, welches häufig in dem Zusammenhang kommt, nämlich, dass die Katholiken nicht immer die heiligsten waren, dass sie zu diesen Zeiten getötet habe usw. Ich habe mit Ach und Krach versucht mich zu erinnern, was damals in der Kaderschulung genau zu diesem Thema gesagt worden ist. Leider konnte ich mich nicht mehr genau daran erinnern. Ich habe ihm jedoch gesagt, dass die Aussage so nicht stimme, ich mich aber nicht mehr genau erinnern konnte, was dagegen spricht. Daher würde mich zu diesem Thema nochmal genauer informieren. Einige Tage später saßen wir abends am Tisch, und haben uns wieder über den Glauben unterhalten. Ich nahm das Thema „Kreuzzüge“ von vor einigen Tagen nochmal auf und legte ihm meine Sicht da und erklärte es ihm. Er war total erstaunt und hat sich gefreut. Um ehrlich zu sein, nicht über das was ich gesagt habe, sondern dass ich mich informiert habe, und gezeigt habe, dass ich mich damit auseinander gesetzt habe.


Ich hatte erst immer Angst davor, nicht direkt alles zu wissen. Und ich glaube, bei Diskussionen ist es noch nicht mal wichtig alles direkt zu wissen. Wie bei mir, kann es die Leute erst recht dann zum Nachdenken anregen, wenn sie sehen, dass man sich noch einmal informiert hat und gezeigt, dass man sich für seinen Glauben interessiert und einsetzt .