Gründungsvortrag der KJB – Teil 3

Schmidberger4Teil 1 und Teil 2 findest Du hier.

Wie sehen nun diese Konsequenzen aus? Ganz einfach: es muss sich darum handeln, positiv aufzubauen, etwas Positives zu leisten, und zwar nicht etwas, was von Grund auf neu ist, sondern es handelt sich darum, die alten Werte wieder neu zu entdecken.

Wir müssen arbeiten – der Heiland hat es selbst gesagt – arbeitet solange es Tag ist, denn es kommt die Nacht, wo niemand mehr wirken kann. Wir müssen arbeiten, weiss Gott, die Welt braucht uns! Die Welt braucht uns als Missionare, die Welt braucht uns als Leute die entschlossen sind, als Leute, die etwas tun. Wir sind dafür verantwortlich, für uns selbst, unser eigenes Seelenheil und für die kommenden Geschlechter. Auch wir haben ja unseren Glauben nicht aus uns, sondern wir haben ihn empfangen – und genau so wollen wir ihn weitergeben, denjenigen, die nach uns kommen. – den Glauben und die Sitten, die ganze Kultur – es geht um die christliche Zivilisation, um das christliche Abendland – um nicht mehr und nicht weniger.

Nun, um hier von Grund auf wieder neu aufbauen zu können, müssen wir uns zunächst ein neues Denken zulegen – ein neues Denken im Geist Jesu Christi, nicht ein modernistisches Denken – d.h., wir müssen zunächst einmal uns selbst ändern und uns selbst klar werden, was wir wollen, wie wir arbeiten als neue Menschen, die den alten Menschen ausgezogen und den neuen Menschen angezogen haben, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Heiligkeit und Gerechtigkeit – dann ist bereits der Grundtenor angegeben, unter dem wir arbeiten wollen, unter dem ich nur die Möglichkeit überhaupt sehe einer Jugendarbeit, d.h. mit einem religiös, geistigen Hintergrund, d.h. es muss gearbeitet werden im übernatürlichen Geist, im Geist Jesu Christi – man muss einmal sich selbst vollkommen bekehren, man muss seine eigene Heiligung suchen, ansonsten verfallen wir einem Aktivismus, der zum einem fruchtlos ist auf die Dauer, der nichts bringt und zum anderen, der verdienstlos ist vor Gott, denn alles, was nicht getan wird in der übernatürlichen Gnade, alles was nicht getan wird im Geist Jesu Christi, alles was nicht getan wird in der Liebe, das ist vor Gott null und nichtig – zählt überhaupt nichts.

Ich denke doch, wenn wir katholisch sind, dann wollen wir doch für den lieben Gott arbeiten, für das Heil unserer Seelen! Also, die Arbeit kann sich nur vollziehen im übernatürlichen Geist, d.h. überhaupt nicht, dass wir ein frommer Betschwesternclub sind oder irgend so etwas. – Wie das im Konkreten aussieht, das werden Sie nachher noch sehen – z.B. die MJCF, die französische Jugendgruppe, die sind alles andere als irgendwelche Frömmler und Heuchlertypen, sondern das sind wirkliche Leute! Aber, wohlgemerkt, der Hintergrund muss sein, die Teilhabe an den Sakramenten, d.h., Verehrung und die Liebe zur hl. Messe, zum Opfer Jesu Christi, die Verehrung zur allerseligsten Jungfrau Maria, die Verehrung für den hl. Geist, die Verehrung der Heiligen – das ist der Hintergrund der vorhanden sein muss, damit wir überhaupt arbeiten können. Wir wollen kämpfen für das Königtum Jesu Christi in dieser Welt, zunächst einmal in uns selber, dann in unserem nächsten Bereich und dann schliesslich und endlich in der ganzen Gesellschaft ausdehnen.

Sie werden mir sagen, aber das ist doch eine Utopie, – die Gesellschaft ist einfach atheistisch, die Gesellschaft ist einfach materialistisch, wie wollen wir die Gesellschaft ändern, wie soll so etwas gehen? Nun, darauf antworte ich folgendermassen: natürlich wird bis zum Ende der Zeiten der Kampf zwischen Gottfeindlichkeit und Gottesliebe bestehen, der Kampf zwischen Jesu Christus, dem Licht und der Finsternis – das ist gar kein Zweifel – und der Teufel wird Macht haben bis zum jüngsten Tag – aber, sagt das, dass wir die Hände deshalb in den Schoss legen sollen und überhaupt nichts tun sollen, sagt das, dass wir überhaupt nichts erreichen? Sagt das, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden, wenn wir nichts tun? Wenn wir einfach alles schleifen lassen? – Ausserdem – lohnt es sich nicht für eine einzige Seele zu kämpfen? Wenn wir eine einzige Seele gerettet haben für die Ewigkeit ist das nicht genug? Hat es sich dann nicht gelohnt zu leben? – und wenn es unsere eigene ist! Dann hat es sich gelohnt!

Also, man sage nicht, Ihr seid Utopisten, meine lieben Freunde, es lässt sich auch heute noch sehr Vieles machen, es lässt sich weit mehr machen, als man sich vorstellen kann! Man muss es nur mit den richtigen Mitteln machen und dann muss man genau wissen, was man will! D.h. man muss ein klares Konzept haben und dann die richtigen Mittel ergreifen.