Gruppenführertreffen I

Die Teilnehmer des Gruppenführertreffens (vom 7.-8. März) erwartete diesmal wieder ein abwechslungsreiches Programm: Nicht nur verschaffte man sich einen sozusagen verwaltungsmäßigen Überblick über den gegenwärtigen Stand in der KJB – wer ist gerade wo eingesetzt, wer wird bald welches Amt übernehmen, wie viele KJBler gibt es überhaupt, auf welche neuen Gruppen darf man sich vielleicht bald freuen? –, sondern es wurde auch intensiv inhaltlich gearbeitet. Dabei im Fokus: Die Mitverantwortung der Gruppenführer und ihrer Stellvertreter für das Kindswohl. Es ist das zentrale Anliegen der KJB, ihren jüngeren Mitgliedern, aber auch von KJBlern betreuten Kindern auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen, glaubens- und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit Orientierung zu bieten. Geistige, seelische und körperliche Gesundheit greifen dabei ineinander – und so wurden die anwesenden KJBler diesmal für etwaige Probleme der Kindswohlgefährdung sensibilisiert. Einerseits wurde ihr präventiver Blick für grenzverletzendes Verhalten geschärft, andererseits das richtige Vorgehen im Fall der Fälle durchgesprochen. Unsere Perspektive war dabei in Glaube und Moral gegründet, hatte aber auch juristisch und psychologisch Hand und Fuß; wir beschäftigten uns also z. B. mit den Strategien sogenannter fixierter Täter, wobei man sich eines leichten Grusels nicht erwehren konnte.

Neben diesem ernsten und wichtigen Schwerpunkt des Treffens wurden wir auch in unseren Führungsverhalten weiter geschult und evaluiert; in den Teamsitzungen der Regionalgruppen konnten anschließend Probleme gelöst und Pläne für die Zukunft geschmiedet werden. Wieder ein ganz anderer Programmpunkt war die Vorstellung des ehemaligen KJB-Chefs und jetzigen Finanzwartes Christian Elser, der uns Einblicke in die Struktur und Herausforderungen eines gemeinnützigen Vereins wie der KJB gewährte; manch ein KJBler mag geschluckt haben, als er die große Verantwortung realisierte, die in den Händen der Vorstandsmitglieder liegt. Abwechslung inmitten der Vorträge und Gruppenarbeiten bot nicht nur ein Spaziergang an der frischen Luft, sondern auch die Betrachtung des Leidens Christi nach den Überlegungen des hl. Thomas von Aquin. Es ist dabei wohl nicht übertrieben, dass wirklich jeder anwesende KJBler von der Genauigkeit und auch der vielleicht überraschenden denkerischen Offenheit des hl. Thomas beeindruckt war! Mithilfe seines klaren Denkens konnten wir uns ein besseres, deutlicheres Bild vom furchtbaren Leiden unseres Erlösers machen. Behalten wir dieses Leiden vor Augen, um den Herrn immer lieben zu können, und seien wir uns darüber im Klaren, dass unser Dienst an den Kindern und Jugendlichen (auch) ein geistlicher ist. Gute Organisation und eine effektive Struktur in den Gruppenstunden sind nötig, aber noch wichtiger sind die Beharrlichkeit im Gebet und der Wille, die uns Anvertrauten dem Willen Gottes gemäß anzuleiten.