Holzen im Karmel

Auch dieses Jahr gings für die KJB Luzern wieder nach Chexbres, wo wir einmal im Jahr holzen gehen. Leider hatten wir dieses Jahr zum ersten Mal Pech mit dem Wetter. Das hielt uns aber nicht davon ab, den Schwestern zu zeigen, was wir an einem Tag erreichen können. Es gibt nämlich jedes Jahr sehr viel zu tun und auch dieses Jahr wurde gearbeitet bis es dunkel wurde.

Es ging früh los, ist es doch eine weite Fahrt bis nach Chexbres. Mit ein wenig Verspätung fuhren wir um 05.30Uhr gemeinsam ab. Unterwegs machten wir eine kurze Pause bei der Raststätte Gruyère, wo wir uns mit einem Kaffee stärkten. Da sich dieses Jahr keiner verfahren hatte, erreichten wir dann auch alle pünktlich unser Ziel und kamen rechtzeitig zur hl. Messe an. Auch an die Geschwindigkeit hielten sich dieses Jahr alle und konnten so ihr Portemonnaie schonen.

Nach der Messe durften wir zuerst einmal das Morgenessen geniessen. Das frische, noch warme Brot schmeckte uns allen. Nach dieser Stärkung holten wir unsere Motorsägen , Ausrüstungen und Werkzeuge. Die freundlichen Schwestern empfingen uns wie immer sehr dankbar. Anschliessend zeigten sie uns die Arbeiten, die anfielen. Da dieser Tag schon eine lange Tradition hat, haben wir mittlerweile für jede Arbeit Spezialisten, die dann ihr Können fachmännisch unter Beweis stellen. Sobald der Auftrag klar war ging es nicht lange und aus jedem Ecken des sehr grossen Geländes ertönten die Motorsägen. Das ist jeweils Musik in unseren Ohren. Nach dem Schneiden einer sehr grossen Baumhecke und Holz spalten im letzten Jahr, mussten wir dieses Jahr unter anderem einen eingewachsenen Zaun entfernen, grosse Haselnusssträucher rasieren, die zu hoch wurden und Dornengestrüpp zu Boden mähen, bevor es verwaldet. Aber auch die Rosen mussten geschnitten werden von unserem Gärtner sowie die Apfelbäume vom Farmer.

Die Zeit verging schnell und die Freude auf die selbstgemachte Pizza, die uns bald erwartete, wurde immer grösser. Die Spitzen Köchinnen meinten es sehr gut mit uns, denn es gab noch Dessert mit Glace und Kuchen. Die Pause tat gut, hat es doch den ganzen Morgen geregnet und sollte es auch den ganzen Nachmittag noch tun. Doch das liess uns die gute Stimmung nicht verderben, sind wir doch wetterfeste Innerschweizer.

Da es auch heuer wieder viele Äste zum Verbrennen gab, versuchten unsere Feuer Spezialisten trotz Regen ein Feuer zu entfachen. Dieses Jahr konnte sich das Feuer nicht durch das trockene Laub weiter ausbreiten, wurde dies uns auch schon fast zum Verhängnis. Und siehe da, mit den richtigen Hilfsmitteln wurde auch das erreicht. Von weitem liess es sich sehen und unsere Züsli Buebe waren richtig stolz darauf. Trotz nassen dreckigen Kleidern gingen wir den Arbeiten nach, die noch anstanden. Da sie relativ gut mit Maschinen ausgestattet waren erleichterte das uns die Arbeit sehr. Obwohl der Bagger und Dumper schon mindestens so alt wie wir waren, konnten wir sie gut gebrauchen, hätten jedoch im Notfall auch einen Mechaniker unter uns gehabt.

Schon bald wurde es langsam aber sicher dunkel und jeder gab nochmals Vollgas, bis wir nichts mehr sehen konnten. Da wir durch den Regen und Dreck aussahen, als hätten wir ein Jahr lang nicht mehr geduscht, wechselten wir zuerst unsere Kleider, bevor wir mit einem feinen Znacht belohnt wurden. Die überaus dankbaren Schwestern gaben sich wieder viel Mühe mit dem leckeren Znacht.

Müde aber glücklich begaben wir uns danach auf den Heimweg. Die Fahrer waren dabei nicht zu beneiden, schliefen doch die Mitfahrer schon bald ein. Doch wir konnten auch dieses Jahr auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken, der immer ein Highlight in unserem Kalender ist.

Die ersten fünf Bilder sind aus 2014 und die verregneten aus diesem Jahr :-).